Der holländische Garten

Der holländische Garten liegt zwischen der Orangerie und dem englischen Garten und diente dem Gemüse, Obst- und Gewürzanbau. Da die Holländer damals berühmt waren für ihr gartenbauliches Können wurden diese Nutzgärten nach ihnen benannt.

Der holländische Garten war außer durch die Orangerie noch beidseitig durch Mauern begrenzt. Durch die allseitige Einfriedung und bedingt durch die konkave Form der Orangerie, die wie ein Sonnenreflektor wirkt, wurde ein ausserordentliches warmes Mikroklima geschaffen. Das ermöglichte neben dem Anbau von heimischen Gemüse auch den Anbau von erlesenen exotischen Früchten und Gewürzen, wie Ananas, Feigen, Mandelbäume, Datteln, Muskat oder Kaffee. Die Ananasfrüchte waren sehr begehrt und wurden auf den heimischen Märkten verkauft.

Die exotischen, wärmeliebenden Pflanzen mussten während der kalten Jahreszeit in der  Orangerie untergebracht werden. Das Gebäude wurde von außen über in Röhren verlaufende Warmluft beheizt. Je nach “Vaterland” und Ansprüche der Gewächse gab es Abteilungen mit unterschiedlichen Wärmegraden.